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News 2008 • LL Geislingen
von Samstag/Sonntag 19./20.07.2008 Um 15:30 waren die meisten Teilnehmer auf der Tatami um den Lehrer Konrad Hugger (4.Dan) und sein, wie sich bald herausstellen sollte, interessantes Aufwärmmedium Sabine versammelt. Das vermeintliche angenehme Dehnen von Meridianen entpuppte sich bald als Aufwärmen der besonderen Art. Da wurden die Nierenmeridiane mit den Fäusten in den Fußsohlen bearbeitet, die Ausscheidungsorgane mit hinter dem Rücken verschränkten Daumen aktiviert, die Milz mit der Oberschenkelmuskulatur lang gezogen und nicht zuletzt der Magen (meridian) gedehnt, was einigen Aikidoka nicht nur den Schweiß auf die Stirn, sondern auch den Hunger in den Bauch, trieb, wie diese später immer wieder versicherten. Als Konrad dann mit dem Aikidoteil begann, waren die Teilnehmer schon angenehm erwärmt und so fielen die ersten Fall- und kombinierten Ausweichübungen leicht. Noch wärmer wurde es beim Koshi-Nage-Tenkan. Hier konnten die Teilnehmer ihre Kraftlosigkeit und den richtigen Einsatz des Hara üben und ihre Kondition verbessern. Im fortgeschrittenen Training stand dann die Erdanziehungskraft im Vordergrund. Beim Angriff Ushiro - Ryokata - Tori demonstrierte Konrad wie sich, eine kleine "Ohnmächtigkeit", positiv auf die Flugbahn des Uke auswirken kann, was von den anwesenden Aikidoka bis zur beginnenden Zerstörung des Kimono geübt wurde. Nach einer kalten, erfrischenden Dusche klang der Abend in einer Geislinger Pizzeria mit italienischen Spezialitäten mit und ohne Knoblauch aus, was letztendlich auch die im Vorfeld gedehnten Mägen wieder beruhigte . Das Stadtfest in Geislingen ließ die nun wieder auf Normaltemperatur abgekühlten Krieger kalt. Der Sonntag begann wieder viel zu früh für den Einen oder Anderen Lehrgangsteilnehmer mit einer Aufwärmsequenz von Andrea. Der Tag stand dann im Zeichen der Messerabwehr. Nach einigen Vor- und Führübungen wurde Shiho - Nage gegen den Messerangriff geübt. Hier erwies es sich von Vorteil die richtige Gewichtsverlagerung zum rechten Zeitpunkt auszuwählen um einen sicheren Stand bei zu behalten. Das Prinzip Tenkan blieb auch beim Ude-Osae bestehen und forderte auch hier Konzentration und Schweiß von den Anwesenden, da die Sonne in der Zwischenzeit hinter den Bergen der Schwäbischen Alb hervorspickelte, und das Dojo angenehm erwärmte.
Den Ausklang läutete Kokyo-Nage ein. Wie im Flug war die Zeit vergangen
und ein Aikidowochenende mit entspannter Atmosphäre und neuen Gesichtern
ging fröhlich bei einem Imbiss zu Ende.
Michael Deibele
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AUBW News-Archiv 2008
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